Nicht alle Wildunfälle sind versichert
 

Herbstzeit ist Wildzeit. Gerade in dieser Jahreszeit ist viel los auf den Straßen. So kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen. Dabei ist Vorsicht geboten, denn nicht alle Schäden sind versichert.
Betroffen sind vor allem ländliche Gegenden. Dort ist die Gefahr deutlich größer, dass ein Reh, Wildschwein oder Fuchs versucht, eine Straße zu überqueren, als in dicht besiedelten Gemeinden.
Haftbar machen kann der Autofahrer niemanden, denn Wild ist herrenlos.

Wer nicht auf seinem Schaden sitzen bleiben will, benötigt eine Teilkaskoversicherung. "Allerdings gibt es einiges zu beachten. Versichert sind Zusammenstöße nur mit Haarwild. Dazu zählen etwa Dammwild, Feldhase und Fuchs", sagt Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten.

Die genaue Auflistung bietet Paragraf 2 des Bundesjagdgesetzes. Insbesondere Federvieh wie Fasane gehört nicht dazu, aber auch Wölfe und Waschbären nicht. Ein Vergleich der Versicherungsbedingungen lohnt sich. Einige Versicherer, wie die Allianz, schließen beispielsweise Pferde, Rinder, Schafe und Ziegen mit ein. Eine Zusatzversicherung für bestimmte Tierarten ist hingegen nicht möglich. Wichtig: Ausweichmanöver müssen verhältnismäßig sein, sonst erlischt der Versicherungsschutz. Ausweichen darf man, wenn bei einem Zusammenstoß mit dem Wild Fahrzeuginsassen verletzt werden könnten. Den Nachweis muss der Versicherte einbringen, heißt es bei der Allianz: "Der Versicherungsnehmer muss beweisen, dass er durch das Ausweichmanöver einen Zusammenstoß mit einem versicherten Haarwild verhindert hat." Und dass es gerechtfertigt war. "Wenn Kleintiere vor das Auto laufen, dann winkt der Versicherer ab. Denn wer durch ein solchen Ausweichmanöver einen Schaden riskiert, handelt unverhältnismäßig", weiß Blunck. Nach dem Unfall setzt die Versicherung oft einen Experten ein, der den Schaden begutachtet. Bis dahin sollten Versicherungsnehmer keine Spuren am Fahrzeug beseitigen, auch nicht Blut und Haare des angefahrenen Tieres.

Die AXON*VMZ-Gruppe bietet in der KFZ-Versicherung die Möglichkeit alle Wildschäden, ohne Ausschluss gegen einen geringen Mehrbeitrag mit zu versichern.

Für nähere Informationen steht Ihnen Frau Sandra Frumm unter s.frumm(at)vmz.de, oder telefonisch unter 0861/98860-20 zur Verfügung.

(portfolio international - 10/2010)