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Die volkswirtschaftlichen Schäden beliefen sich auf 70
Mrd. US-Dollar.
Versichert davon waren 22 Mrd.
US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Durchschnitt der
ersten Halbjahre 2000 und sogar mehr als im bislang
schadenträchtigsten ersten Halbjahr 2008. Auf diese Zahlen
bezieht sich die GeoRisikoForschung von Munich Re.
Vor Allem die Erdbeben in Haiti und Chile zählen zu den
verheerendsten jemals aufgezeichneten Ereignissen, gemessen
an unterschiedlichen Parametern: In Haiti starben am
12.01.2010 ca. 223.000 Menschen, es war damit eines der
tödlichsten Erdbeben überhaupt. Da so gut wie kein
Versicherungsschutz bestand, blieben die versicherten
Schäden mit
150 Mio. US-Dollar gering.
Anders bei dem Erdbeben in Chile vom 27.02.2010, dem
fünftstärksten jemals gemessenen Erdbeben. Die Zahl der
Todesopfer war wegen eines besseren Baustandards mit 521 um
ein vielfaches geringer als in Haiti. Allerdings war das
Erdbeben mit einem versicherten Schaden von etwa
8 Mrd. US-Dollar das bisher zweitteuerste.
Weiterhin richteten 385 wetterbedingte Naturkatastrophen
erhebliche Schäden an. Das teuerste Ereignis war der
Wintersturm Xynthia, der im Februar über die iberische
Halbinsel, Frankreich und Teile Mitteleuropas zog. Die
Schadenbilanz belief sich auf 4,5 Mrd. US-Dollar
volkswirtschaftliche und 3,4 Mrd. US-Dollar versicherte
Schäden.
Auch mehrere Überschwemmungen wurden im ersten Halbjahr
verzeichnet. Derartige Wetterereignisse, die voraussichtlich
durch die globale Klimaerwärmung zunehmen werden, stellen
die Versicherungsbranche vor neue Herausforderungen.
AssCompact / August 2010
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